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Da die gesetzliche Krankenversicherung nur eingeschränkt für Kosten, die im Ausland entstehen, aufkommt, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung äußerst sinnvoll. Diese übernimmt die Behandlungskosten für den Fall, dass man im Ausland erkrankt und medizinische Versorgung benötigt.

Die private Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt allerdings keine Kosten für Krankheiten, die bereits vor Reiseantritt bestanden. Bei Zahnbehandlungen sind die Leistungen meistens begrenzt. Weitere Leistungseinschränkungen sind von Versicherer zu Versicherer möglich.

Die Auslandsreisekrankenversicherung übernimmt u.a. folgende Aufwendungen für unaufschiebbar erforderliche Heilbehandlungen:

  • ambulante Heilbehandlung beim Arzt
  • stationäre Krankenhausbehandlung einschließlich Operation
  • schmerzstillende Zahnbehandlung, Zahnfüllung in einfacher Ausführung
  • ärztlich verordnete Medikamente und Verbandmittel
  • ärztlich angeordneter Rücktransport ins Heimatland
  • Überführung bei Tod

Nicht versichert sind Routine- und Vorsorgeuntersuchungen im Ausland sowie Zahnbehandlungen, die über eine schmerzstillende Wirkung hinausgehen. Weiterhin sind bei den meisten Auslandsreisekrankenversicherungen nur Urlaubsreisen versichert. Neben Policen für die Einzelperson gibt es auch Gruppenverträge (z. B. für Familien).

Achtung: Urlaubsreisen von Ausländern ins Heimatland sind teilweise nicht mitversichert.

Für folgende Reisen bedarf es eines gesonderten Versicherungsschutzes:

  • Länger andauernde Urlaubsreisen ab 8 Wochen
  • Entsendung von Arbeitnehmern
  • Krankenversicherung für Au Pairs
  • Krankenversicherung für Sprachschüler, Studenten oder auch Doktoranden
  • Aber auch Krankenversicherung für Ausländer die nach Deutschland einreisen (inkl. Schengen-Visa für ausländische Besucher in der EU)

Oft unterscheiden Versicherer auch zwischen der Mitversicherung und dem Ausschluss der NAFTA-Länder (USA, Mexiko und Kanada).